Von Schlanders über Meran nach Bozen
Bisher hatte ich mit dem Wetter super Glück. Eigentlich ist die Zeit um den 1. Mai für die Via Claudia Augusta nicht geeignet, da eben einige Höhenmeter dabei sind und man durchaus noch Schnee hat. Auf den letzten beiden Etappen scheint nun das Wetter zu kippen und es ist ab Nachmittag Regen angesagt. Daher beschließe ich, heute sehr früh los zu fahren und wenigsten noch trocken in Meran anzukommen.
Also nur ein kleines Frühstück und weiter geht es auf dem Etschradweg. Wie bereits in der Etappe 3 ist der Radweg vorbildlich ausgebaut. Breit und sehr guter Asphalt machen das Radeln durch die ersten Obstplantagen zu einem Genuß. Immer wieder gibt es hier Hinweisschilder zu Anbaugebieten oder Selbstvermarkter – unter anderem auch einen Apfelsaft-Automat direkt am Radweg. Leider ist einfach nicht die Saison hier, so dass vieles noch geschlossen hat.
Eigentlich wollte ich Hr Messmer auf seiner Burg besuchen – aber leider darf man mit dem Rad nicht hoch fahren und mit dem Shuttel ist es mir a) zu teuer und b) wollte ich nicht so lange warten. Das drohende Gewitter war auch immer wieder zu sehen, so dass ich mich für Strecke entscheide.
Wer in toller Landschaft radeln möchte, aber sich nicht groß anstrengen will, dem empfehle ich den Etsch- bzw Vinschgau-Radweg. Man kann den ganzen Tag bergab fahren und kann danach bequem mit der Bahn wieder zum Start zurück.
Gegen Mittag komme ich schon in Algund an und finde noch einen tollen Aussichtpunkt. Da es von hier aus bis Meran nicht mehr weit ist, besuche ich noch die Forstbrauerei und den Biergarten. Das Bier ist in Südtirol überall präsent und auch die Speisekarte ist wirklich zu empfehlen.
Wer allerding einen gemütlichen kleinen Biergarten erwartet wird wohl überrascht. Hier ist schon Tourismus und Massenabfertigung angesagt. Frisch gestärkt kann ich mich dann auf die letzten Meter bis zu meiner Unterkunft in Meran machen. Mittem im Ort trifft mich das Gewitter dann auch noch. Also nochmal die Regenklamotten raus und schnell bis zur Villa Laurin in Meran.
Auch hier kann ich mein Rad in die Tiefgarage stellen und somit direkt den Akku für den letzten Tag laden. Die Etappe von Meran nach Bozen ist eigentlich total unnötig und habe ich nur eingebaut weil der RailJet schon um 12:30 in Bozen in Richtung München fährt. Das war mir von Schlanders zu eng.
So kann ich aber den Abend in Meran genießen. An dem Wochenende war ein Streetfood Festival, mit allerhand guten Dingen. Den Abend konnte ich dann in meinem Hotel noch gut bei einem Wein ausklingen lassen. Die Strecke Meran – Bozen lässt sich am letzten Tag innerhalb von 1-2 Stunden bewältigen. Ich hatte es also nicht eilig und konnte das Frühstücksbuffet sehr genießen.




Gegen 9:30 packte ich das Rad für die letzte Etappe und fuhr noch an der Etsch entlang bis Bozen. Die Strecke würde ich zukünftig weg lassen und ggf mit dem Zug dirket von Meran fahren. Man fährt an unendlichen Obtplantagen zwischen Etsch und Autobahn. Absolut kein Genuss. Aber dafür kann man es auch schön schnell angehen und ist innerhalb weniger Kilometer in Bozen.
Da sich das Wetter nicht mehr deutlich gebessert hat, fahre ich direkt an den Bahnhof und warte hier auf meine Rückfahrt. Ticket und Radplatz habe ich über die ÖBB bereits gebucht. Somit klappt hier alles super und ich kann von Bozen bis München gemütlich die Landschaft genießen. In München dann noch einmal umsteigen nach Ulm und gegen 19 Uhr bin ich mit dem Regionalexpress wieder in Geislingen.
Fazit: Die Tour ist super und ich möchte sie auf jeden Fall nochmal wiederholen. Ich wüde insgesamt nur 3-4 Etappen bis Meran planen. Vermutlich wird es das nächste Mal Füssen – Bichlbach und am zweiten Tag bis Nauders um am letzten Tag sehr früh von Schlanders bis Meran und mit dem Zug zurück.
















