Von Ehrwald nach Ried im Oberinntal
Nach einer guten Nacht in meiner Pension und einem kurzen Frühstück beim Bäcker in Ehrwald geht es Richtung Fernpass. Erst noch zwischen schönen Wiesen entlang steigt der Weg schon bald deutlich an. Die Strecke bis zum Fernpass verläuft komlett auf Forstwegen, die top ausgebaut sind. Mit dem eBike absolut gemütlich und man kann die Landschaft super genießen. Ich gönne mir daher einige Fotostopps und überquere den Pass an einer alten Zollstation. Die Straße verläuft zwar ganz in der Nähe – aber man bekommt rein gar nichts davon mit. Vermutlich auch, weil die Bundesstraße deutlich tiefer verläuft.




Nachdem die Passhöhe überwunden ist, kreuze ich die Bundesstraße an der Tankstelle / Raststätte Fernpass. Ab hier wird es mit dem Fahrrad etwas knifflliger. Zuerst geht es noch einen Schotterweg entlang, dieser wird aber schnell zum Singletrail und dann auch relativ steil. Wer MTB fahren kann, sollte hier keine Probleme haben – aber mit Trecking-Rad und Gepäck muss man wirklich aufpassen. Die Alternative über die Bundesstraße ist aber eben keine Alternative – somit entweder vorsichtig fahren oder lieber ein paar hundert Meter schieben.
Die Holzsteege sind ein belliebtes Fotomotiv und man sieht auch sehr schlecht um die Kurven. Daher stehen hier auch Schilder, dass man nicht fahren darf. Bitte haltet euch daran – es sind wirklich nur wenige Meter und man kann damit auch die tolle Aussicht gut genießen. Bei meiner Fahrt war es top Wetter – ich kann mir aber gut vorstellen, dass es hier bei Nässe ganz schön rutschig wird.
Der Weg mündet nun wieder in einen Waldweg und lässt sich bequem bis zum Fernsteinsee fahren. Das Schloss am Fernsteinsee durchquert man mit dem Rad und kommt unterhalb der Bundesstraße direkt an den See. Ich nutze dies für eine ausgiebige Rast und stelle wieder fest, dass ich die Etappe zu pessimitisch angegangen bin. Der Akku ist noch mit über 70% gefüllt, obwohl der Pass bereits hinter mir liegt und es ab hier nur noch Bergab geht.



Der Radweg verläuft hier am Campingplatz vorbei und unterquert dann die Bundesstraße bei Nassereith. Nun folgt der Weg links der Bundesstraße bis Imst. Immer mit leichtem Gefälle auf einem tollen Waldweg. Hier kann man die Strecke mehr als genießen und ich treffe viele Touristen, die von Nassereith den Weg nutzen. Kurz vor Imst kommt man am Bergbau-Freilichtmuseum Knappenwelt Gurgltal vorbei. Leider hatte es bei meinem Besuch geschlossen – ein Besuch lohnt sich hier sicherlich.


Ab Imst weitet sich das Tal merklich und der Radweg wird flacher. Hier beginnt der (für mich) langweiligste Teil der Tour. Links der Inn und recht die Autobahn geht es Kilometer für Kiloneter dahin.
Am Abzweig zur Kronbug steht auch ein Schild, dass auf die 45min zusätzliche Fahrtzeit hinweist. Schon während meiner Planung habe ich diese Möglichkeit gefunden und da es im Kloserhof eine gute Gaststätte gibt, binde ich die in meine Tour ein. Der Weg / Straße ist allerdings extrem steil, so dass ich hier einmal froh über die Unterstützung durch eBike bin.
Zur Mittagszeit bin ich am Klosterhof und gönne mir ein leckeres Mittagessen und ein Radler. Mit einem tollen Blick ins obere Inntal und Zams freue ich mich auf die Abfahrt bis Zams, die teils durch den Wald geht und mit Sicherheit die schönere Strecke ist, als untem an der Autoabahn entlang.
Schon nach weiteren 20min bin ich wieder in Zams und somit auf der eigentlichen Via Claudia.




Von Zams geht es über Landeck ins obere Inntal. Hier verläuft die Strecke zwar am Inn entlang, aber der Fluss ist zwischen Kiesbetten und Kraftwerken gefangen. Landschaftlich leider keine schöne Strecke, aber bis Ried sind es auch nur noch wenige Kilometer.
Gegen 14 Uhr fahre ich in Ried an mein Hotel – hatte ich schon erwähnt, dass ich meine Etappen zu pessimistisch geplant habe? 🙂
Zum Glück ist es super Wetter und der Pool hat geöffnet. Also Rad verstauen, Zimmer beziehen und den Akku ans Ladegerät hängen. Dananch geht es vor dem Abendessen noch in den Garten mit Pool.


Am Abend treffe ich noch 3 Rad-Fahrer, die ebenfalls die Tour machen. Die sind allerdings von München gestartet und haben einen deutlich gemütlicheren Teil geplant. Wir verabreden uns trotzdem für den kommenden Morgen um gemeinsam bis nach Nauders zu radeln. Dort deren nächste Etappe schon zu Ende – ich möchte aber noch über den Reschenpass bis kurz vor Meran fahren.









